.

Freitag, 6. November 2015

Weltweites Korallensterben

Als ich diesen Beitrag gesehen habe dachte ich mir schon: Wie bitte? Korallen können sterben? Das sind doch Pflanzen? Ja auch Pflanzen sterben, aber bei denen nenne ich es nicht so.
Und als wir dann genau über dieses Thema im Unterricht gesprochen haben war ich sehr verdutzt, dass Korallen einen einfachen, aber lebewesenartigen Aufbau haben.

Die Korallen wachsen am liebsten in warmen Wasser, jedoch aber nicht zu Warm. Und falls dann das Wasser sich über mehrere Wochen um 0.8 bis 1 Grad über dem langjährigen Mittelwert erwärmt reagieren sie allergisch. Dann stossen die Korallen ihre wichtigste Futterquelle aus, die Einzelleralge. Und da sie somit keine Nahrung mehr hat stirbt sie.
36641427
Verbleichte Korallenriffe
Vergleichbar ist es mit einer Art Verbrennung dritten Grades. Die Korallen, Nahrung für unendlich viele Fische und andere Tiere, sterben aus. Sie sind nur noch ein weisses Kalkgerippe. Bis jetzt gab es die sogenannte Korallenbleiche erst zweimal. Einmal im Jahr 1998 und im Jahr 2010. Und nun auch dieses Jahr. Die farbenfrohen Korallenriffe werden grau und trist. Die NOAA, die Nationale Behörede für Ozeanographie und Atmosphärenforschung meint, dass 95% der Korallenstöcke bis Ende des Jahres vor den amerikanische Küsten, Vor allem in der Karibik, in Kalifornien und im Golf von Mexiko den Umweltbedingungen ausgesetzt sind. Und genau diese Bedingungen sind der Auslöser für das Ausbleichen der Korallen. Die eigentliche Schuld am Ganzen ist aber der ökologische Stress. Die Korallen reagieren auf die schnell steigenden Wassertemperaturen, welche oft verbunden sind mit extremen Wetterlagen und dem verschmutztem Oberflächenwasser. 

Vor 17 Jahren, im Jahr 1998 sollten weltweit etwa 16 Prozent aller Korallenriffe abgestorben sein. Das war bisher die schlimmste und ausgebreiteste Korallenbleiche. In gewissen Teilen war mehr als die Hälfte der Riffe dür Jahre verödet. So etwa in einigen Teilen des Great Barrier Riffs. Es war ein schlimmer Verlust. Die Korallenriffe sind nicht nur Nahrung für viele verschiedene Fische und andere Meereslebewesen. Sie locken auch unheimlich viele Touristen an, welche dann dort Schnorcheln oder Tauchen gehen um die Riffe zu begutachten. Und wenn es die Riffe nicht mehr gibt kommen auch weniger Menschen.

60-Prozent-Wahrscheinlichkeit einer Korallenbleiche, gerechnet auf die nächsten vier Monate.
60-Prozent-Wahrscheinlichkeit einer Korallenbleiche, gerechnet auf die nächsten vier Monate



















Nichts spricht dafür, dass die betreffenden Küsten dauerhaft von kahlen Kalgerippen umsäumt sein werden. Jedoch sprich auch nichts dagegen, denn wenn man auf lange Zeit die Erwärmungstendenz anschaut, dann spricht auf lange Zeit wenig dafür, dass irgendwelche Erholungsperioden möglich sind, wo sich die Korallen wieder neu aufbauen könnten. Das alles zeig die Zeit.


Quelle: http://www.faz.net/aktuell/wissen/weltweites-korallensterben-im-gang-13848639.html

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen