Heute, als ich auf dem Nachhauseweg die Onlinezeitung 20 Min gelesen hatte, fand ich einen sehr interessanten, jedoch kurzen Beitrag zum Thema Klimawandel. Link zum Beitrag
| Mollivirus sibericum |
In diesem Beitrag ging es darum, dass unter der Eisschicht bzw. dem Permafrostboden in Sibirien Viren versteckt sind, welche eventuell schädlich für den Menschen sein könnten. Der Virus, der neu entdeckt wurde wird Mollivirus sibericum genannt und ist bereits der vierte, den sie in dieser Art gefunden haben. Dieser Virus war für 30'000 Jahre im Eis eingeschlossen und kommt jetzt 'dank' des Klimawandels wieder zum Vorschein.
Ähnliche Viren sind der Herpes- oder der Papillomavirus.
Es wird angenommen, dass der Virus für die Menschen nicht schädlich ist. Jedoch weiss man nicht genau, was mit ihm passiert ist, als er so lange unter der Erde eingefroren war. Auch weiss man nicht, ob noch weitere Viren zum Vorschein kommen und ob davon einige schädlich sein könnten. Der Mollivirus sibericum werde in den nächsten Tagen noch überprüft, ob er nicht doch schädlich sein könnte.
Nachdem getestet wurde, ob der eine Gefahr sein könnte oder nicht, möchten sie den Virus wieder auferstehen lassen beziehungsweise wieder auftauen.
Der Mollivirus sibericum wird auch »Frankenvirus« genannt, weil er im Vergleich zu normalen Viren enorm gross ist. Er besitzt den genetischen Code für 523 Proteine. Falls sich jemand für die genaue Zusammenstellung der Viren und ihren Proteinen interessiert, habe ich hier den Link.
Was genau ist ein Permafrostboden?
Permafrostboden wird auch Dauerfrostboden genannt. Dieser Boden ist ab einer gewissen Tiefe das ganze Jahr hindurch gefroren. Die genaue Definition dieses Wortes ist: „Boden, Sediment oder Gestein, welches in unterschiedlicher Mächtigkeit und Tiefe unter der Erdoberfläche mindestens zwei Jahre ununterbrochen Temperaturen unter dem Gefrierpunkt aufweist“.
In Sibirien ist dieser Permafrostboden normalerweise bis zu 1500 Meter tief. Da er nun aber schmilzt und weniger tief wird, kommt nun dieser Virus zum Vorschein.
Die beiden Forscher Chantal Abergel und Jean-Michel Claverie von der Aix-Marseille University in Marseille, welche diesen Virus entdeckt haben, fordern nun, dass noch mehr über den Klimawandel und seine Auswirkungen aufmerksam gemacht wird. Denn es hat noch viel mehr solcher Viren unter dem Eis versteckt und niemand weiss genau, wie die Auswirkungen davon sind.